The Nuclear-Free Future Award

für eine Zukunft frei von Atomwaffen, Atomenergie und Uranmunition

Susi Snyder & ICAN

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The
Nuclear-Free Future
Award

in the Category

SPECIAL RECOGNITION  

is presented to

Susi Snyder and ICAN, 

Netherlands/USA

Johannesburg
17 November 2016

Ein altes Sprichwort sagt: „Im Haus des Henkers spricht man nicht vom Strick“. Auch in den hohen Regierungshäusern – etwa auf dem Washingtoner Capitol oder in den Londoner Houses of Parliament – werden Tötungsinstrumente nicht gern thematisiert. Atomarer Holocaust soll nach Möglichkeit auf keine Agenda. Wer dennoch oder gerade deshalb wissen will, wer atomare Massenvernichtungswaffen finanziert, gerät sehr schnell auf die Schirme der militärischen Abschirm- und Geheimdienste.

Susi Snyder wird das gewusst haben, als sie sich zur Mitarbeit an DON’T BANK ON THE BOMB entschloss, dem „Global Report über die Finanzierung von Nuklearwaffen-Produktion“ (erscheint seit 2013 jährlich) entschloss. Zumal diese Publikation nicht ihre erste dieser Art war. „Wie mit dem Atom-Bann verfahren wird“ (2015) und „Die unmittelbaren menschlichen Konsequenzen einer Atombomben-Explosion mit einer Sprengkraft von 12 Kilotonnen“ (2014), oder „Was NATO-Länder zum Einsatz taktischer Atomwaffen in Europa sagen“ (2011) waren Striche durch die Rechnungen der Atomwaffen-Lobby – Rechnungen die allesamt ohne Kenntnis und Billigung der potenziellen Opfer gemacht wurden.

Ihre profunden Kenntnisse sowohl der Lobby für atomare Massenmord-Werkzeuge als auch der Anti-Nuke-Bewegung erwarb sich Susi Snyder als Generalsekretärin von Women`s International League for Peace and Freedom (WILPF) in Genf und ihrer Heimatstadt New York, wo sie insbesondere das Projekt „Reaching Critical Will“ betreute und voran brachte. Es ging und geht im Wesentlichen darum, den Zusammenschluss von Ländern ohne Atomwaffen zu fördern und deren Forderung nach weltweitem Atomwaffen-Bann zu einer – in der Sprache der Atomphysiker ausgedrückt – „kritischen Masse“ werden zu lassen.

Susi Snyder arbeitet gegenwärtig für nukleare Abrüstung bei Pax in den Niederlanden und außerdem als Mitglied der Internationalen Steuerungsgruppe von ICAN (International Campaign to Abolish Nuclear Weapons). In dieser Funktion leitet sie die Kampagne DON’T BANK ON THE BOMB – frei übersetzt: „Finanzierungsstopp für Atomwaffenhersteller“. Die Idee ist so einfach wie genial: Jeder, der für atomare Totalabrüstung ist, tätigt ab sofort keinerlei Geschäfte mehr mit Banken, die Atom-Deals machen. Keine Konten, keine Darlehen, nichts, nada! Unter www.dontbankonthebomb.com kann jede(r) nachlesen, bei wem sein/ihr Geld „bombensicher“ ist … sicher vor Missbrauch zu Waffengeschäften. Man findet in der „Don`t bank ..“-Studie etliche Banken unter der Überschrift „Hall of Fame“ gelistet: Das sind solche, die abso lut und garantiert ohne Geld Zu- oder Abflüsse in die Vernichtungsindustrie agieren. Und man findet Banken der Kategorie „Hall of Shame“: Kredithäuser, die- auch ums Verrecken- Geld fließen lassen.

Im Vorwort zu der aufwühlenden, spannenden und faktenreichen Dokumentation, an der Susi Snyder maßgeblich mitgewirkt hat, heißt es: „Anders als bei anderen gesundheitsgefährdenden Industrien – etwa der Tabakindustrie – ist es bei Atomwaffen nicht möglich, den Weg von Reformen oder Regulierungen zu beschreiten, um schlimmste Auswirkungen auf Menschenleben zu mindern. Aber wer konsequente Abschaffungs-Politik betreibt, trifft auf heftigen Widerstand der Atommächte. Wir müssen von vorangegangenen Kampagnen lernen! Das herausragende Beispiel ereignete sich in Südafrika. Die Anti-Apartheitsbewegung setzte den ersten Hieb gegen das verruchte System der Rassendiskriminierung. Wir können das mit Blick auf die internationale Waffenindustrie wiederholen.“

Im Vorwort zu der aufwühlenden, spannenden und faktenreichen Dokumentation, an der Susi Snyder maßgeblich mitgewirkt hat, heißt es: „Anders als bei anderen gesundheitsgefährdenden Industrien – etwa der Tabakindustrie – ist es bei Atomwaffen nicht möglich, den Weg von Reformen oder Regulierungen zu beschreiten, um schlimmste Auswirkungen auf Menschenleben zu mindern. Aber wer konsequente Abschaffungs-Politik betreibt, trifft auf heftigen Widerstand der Atommächte. Wir müssen von vorangegangenen Kampagnen lernen! Das herausragende Beispiel ereignete sich in Südafrika. Die Anti-Apartheitsbewegung setzte den ersten Hieb gegen das verruchte System der Rassendiskriminierung. Wir können das mit Blick auf die internationale Waffenindustrie wiederholen.“